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Ich glaube für das gestrige Spiel unserer Buwe in Kirchheim gäbe es 1000 Möglichkeiten einen Artikel dazu zu schreiben, aber keiner würde dem Drama um unsere Jungs und der Waldhöfer Gefühlswelt annähernd gerecht werden. Aber versuchen kann man es ja mal.
Unter der Woche waren es mal wieder die schwäbischen Dorfblättchen, welche die Angst vorm “Brandschatzenden Waldhofmob” aufrecht erhielten und diese enttäuschte man als erstes. Es waren lediglich ca 150 Mannheimer, welche hoch motiviert und für ihren Verein alles gebend dem Team hinterher gereist waren. Die “Bewaffnung” der Jungs und Mädels konnte man auch “nur” in Fahnen, lauten Gesängen und voller Hingabe zu ihrem Verein ausmachen. Trotz aller Panikmache sollte man aber auch erwähnen, die örtliche Polizei und der Sicherheitsdienst, bewiesen diesmal Gastgeberqualitäten und so blieben Szenen wie beim letzten Gastspiel zum Glück aus.
Aber zurück zur Gefühlswelt... Man erhoffte sich ja gestern endlich die Trotzreaktion, welche schon gegen die Hewwel leider ausblieb. So stellte also der Trainer bzw. das Trainerteam den Kader etwas um in der Hoffnung es würde alles besser. Aber Hoffnung ist bekanntlich nicht alles, umsetzen müssen die Jungs es selber und da haperte es erneut. Wenn auch deutlich engagierter als noch in der Vorwoche, gelang den Jungs insgesamt recht wenig in einer mäßigen Oberligapartie vor ca. 500 Zuschauern. Einziges Achtungszeichen in Hälfte Eins, war ein Pfostenkracher durch Giancarlo Pinna. In Hälfte zwei dann recht früh der Paukenschlag der Gastgeber, als sie auf einmal mit 1:0 in Führung lagen. Für alle etwas überraschend sollte auch noch das 2:0 der Hausherren folgen, welche die Löcher der aufgerückten Waldhofelf zu nutzen wussten. Für viele (einschliesslich meine Wenigkeit) war zu diesem Zeitpunkt wohl die Messe gelesen und man machte sich schon so seine Gedanken, wo es noch hinführen sollte mit unserem Verein in dieser Runde. Dann aber kam die Reaktion von der Trainerbank und mit Klaus Gjasula und Dimitri Suworow wurde durch neue Kräfte die Wende im Spiel eingewechselt. So war es auch Gjasula, welcher 3 Minuten nach seiner Einwechslung die Aufholjagd startete und zum 1:2 verkürzte. Dann wurde es alles etwas hektisch und die Blau Schwarzen zeigten genau das, was man aus den letzten Spielen schon kannte. Ein kurzzeitiges aber heftiges Aufbäumen, welches heute auch mit Toren belohnt wurde. So brauchte man insgesamt gerade einmal 13 Minuten um aus einem 0:2 einen 4:2 Auswärtssieg zu formen. Die weiteren Torschützen dabei waren Suworow und 2 mal Hans Kyei, welcher bei beiden Treffern perfekt von Benjamin Waldecker in Szene gesetzt wurde und mehr oder weniger “nur” noch einschieben brauchte. Spielverlauf also vollends gedreht und die Gefühlswelt von einem enttäuschten Kopfschütteln in ein ungläubiges Staunen gewandelt. Respekt an die Mannschaft für diese Reaktion, wenn auch die Frage bleibt, warum man diese Leistung neuerdings nur noch als kurzzeitige Phasen im Spiel zu sehen bekommt, obwohl man dafür doch 90 Minuten Zeit hat. Sicher erwartet kaum einer einen Sturmlauf über die komplette Spielzeit, aber ein Mittelweg aus beidem wäre sehr schön und in jedem Fall Nervenschonender. |