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Auch knapp 20 Stunden nach Abpfiff des Pokalspieles in Neckarelz, schwanken meine Gefühle immernoch zwischen extremer Wut und maßloser Enttäuschung über die gebotene Leistung unseres SVW am gestrigen Abend. Im Nachgang dieses Spieles, kann man wohl sagen, das ein SV Waldhof auf Kreisliganiveau von einem hoch motivierten Verbandsligisten abgestraft wurde und dies vollkommen zurecht. Wenn ich gegen einen zwei Klassen tiefer spielenden Verein drei Tore kassiere, muss sich das Team hinterfragen, war es grenzenlose Überheblichkeit, oder einfach Lustlosigkeit im Beruf?
Ca. 650 Blau Schwarze Anhänger erlebten ein Pokalspiel, bei welchem schon vor dem Anpfiff der erste Nackenschlag folgen sollte. Ich sage es mal in wenigen Worten: “Doppel 6” und Burgio als alleinige Spitze! Was soll bitteschön eine solch defensive Aufstellung bei einem solchen Gegner bringen, muss ich hier nicht von Anfang an zeigen wer der Sieger dieses Spieles sein wird? Kommentar vom Trainer nach Spielende: “Eine Doppel 6 heisst nicht gleichzeitig passive Spielweise” Meine Meinung: In unserem Falle schon, denn es kommt immernoch darauf an, mit welcher Aufgabe diese Variante ausgerichtet wird! weiterer Kommentar vom Trainer: “Ich habe zwei Spiele von Neckarelz gesehen und habe ihre Spielstärke festgestellt, somit musste ich so anfangen, um nicht wie gegen Wehen II eine ungeordnete Truppe ins offene Messer laufen zu lassen” Meine Meinung: Was machen wir dann gegen spielstarke Gegner unserer Spielklasse? Zwei Torhüter, Zwei Abwehrketten und zur Sicherheit lieber ohne Stürmer, Hauptsache was geholt??? Es tut mir leid aber diese Angshasentaktik mag oftmals ein gutes Mittel sein, gegen einen Verbandsligisten sollte sie allerdings nicht einmal im Kopf herum schwirren, basta!!!
So nahm also das Spiel seinen Lauf. Zu Beginn der SVW noch wesentlich stärker, aber dies war nach 5 Minuten auch schon wieder vorbei und man hatte das Gefühl, es kippte unser Spiel ein wenig in selbstgefälliges Ballgeschiebe. Naja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Der Rest ist schnell erzählt, Neckarelz als keineswegs tief stehender Gegner nimmt das Spiel immer mehr in die eigenen Hände und fortan ist es ein Spiel auf Augenhöhe. Motivierter Verbandsligist, der weiß um was es hier geht, gegen einen Regionalligisten, der jeder Beschreibung spottet. Klassenunterschied? Fehlanzeige! So kam es also wie es kommen musste, man kommt mit 0:1 in Rückstand, den vielsagender Weise ein Spieler unserer U23, nämlich Ergün Pakel kurz vor Schluss ausgleichen kann. In Der Verlängerung wieder ein Rückstand, den diesmal Melo ausgleicht und drei Minuten vor schluss das K.O. durch Neckarelz, welche uns erneut nach einem Standart ein Tor einbauen. Der letzte Schuss des Tages von Jüllich landet in den Händen des Torhüters vom Gastgeber. In diesem Sinne, auf eine neue Blamage!!! |