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Vielen Dank für den folgenden Bericht und die Bilder an Andy von den “Waldhof Krauts”
Das einzige Ärgernis des Abends fand bereits fünf Stunden vor Spielbeginn statt. Als wir vom Parkhaus unter dem St.Jakob-Park zum Ticketschalter liefen, um unsere Voucher in echte Eintrittskarten einzutauschen, sahen wir durch ein Rolltor, dass etliche deutsche Fußballanhänger bereits im Stadioninneren ihre Fan-Banner und Zaunfahnen aufhängen durften. Als wir denselben Weg zu gehen versuchten, um unsere Waldhof-Fahne aufzuhängen, wurden wir abgewiesen mit der Begründung, wir bräuchten eine Akkreditierung vom DFB – ehrlich gesagt hatte ich noch nie davon gehört. Auch als wir den DFB-Security fragten, wo wir denn eine solche Akkreditierung her bekämen, ernteten wir nur ein in höchstem Maße unfreundliches Schulterzucken. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, deutsche Fußballfans zu vergraulen.
Eine Stunde vor dem Spiel haben wir die Rheinauer Buuwe getroffen – Gruß von dieser Stelle an die Jungs.
Die Einlasskontrollen durch die Security des schweizerischen Fußball-Verbandes waren im Gegensatz zu den Restriktionen der deutschen Ordnungshüter beim Fahnenaufhängen sehr bescheiden. Der Gästeblock jedoch war – zumindest für den Unterrang (in Basel „Parkett“ genannt) – sehr schlecht, lief vom Innenraum zum Rasen hin spitz zu und wurde von einem hohen Zaun umgeben. Dazu kam, dass vor der Gästetribüne ein über die ganze Höhe grob maschiges Netz gespannt war.
Die Stadiondurchsagen beziehungsweise die Moderation vor dem Spiel durch den Stadionsprecher wurde zweisprachig geführt, zum einen in Französisch und zum anderen in einer anderen Sprache, die nur im entferntesten etwas mit Deutsch zu tun hatte. Und auch die deutschen Anhänger, angetrieben durch eine starke Nationalelf, sorgten für einen starken Support, während die Eidgenossen nur ihr „Hopp Schwiiz“ auspackten, das von der Quantität und von der Intensität mehr als enttäuschend war. Die deutschen Fans packten ihr gesamtes Nationalelf-Repertoire aus und als die eigene Mannschaft einen komfortablen Vorsprung herausgeschossen hatte, flogen dann auch Verhöhnungen wie „Ihr seid nur ein Käselieferant“ in das Rund. Als hätte dann in der Regie auch jemand darauf gewartet, sprang in genau diesem Moment eine elektronische Werbebande um und präsentierte Werbung für Appenzeller Käse. Welch Ironie.
Auf deutscher Seite hielt die Serie damit und die Schweizer warten nun schon seit dem 3:1 in Frankfurt im November 1956 auf einen Sieg über den großen Nachbarn.
von Andi (Krauts 06) |